Christoph Grunert

Christoph Grunert

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Christoph Grunert

Für die Berliner Fernsehzuschauer: innen ist Christoph Grunert in Gestalt des Hauptkommissars „Wolf Malletzke“ jetzt schon Kult. Seit der ersten Staffel 2020, ist er das Gesicht der beliebten ARD-Vorabendserie „WaPo Berlin“ und patrouilliert an Bord seines Schiffes „Silbermöwe“ die Berliner Gewässer. Im April 2022 strahlte das Erste bereits die dritte Staffel der Reihe aus, die vierte wird gerade in und um Berlin gedreht. Die Rolle verlangt ihm auch körperlich viel ab, deshalb hat schon vor Jahren seine Ernährung umgestellt und ein individuelles Fitness-Programm erarbeitet, das er täglich konsequent durchzieht.


Doch auch darüber hinaus ist Christoph Grunert in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft sehr präsent. Seit Ende der 1990er Jahre ist der Schauspieler immer wieder in zahlreichen bekannten Fernsehreihen zu Gast, darunter „Tatort“, „Die Rosenheim Cops“, „Notruf Hafenkante“, „Großstadtrevier“, „Lena Lorenz“, „Blutige Anfänger“ oder „Soko Leipzig“.


Begonnen hatte für den in Thüringen geborenen und aufgewachsenen Schauspieler alles auf der Theaterbühne. Nach der Wende zog Christoph Grunert für seine Ausbildung an der Akademie für Musik und Schauspiel nach Hamburg und stand zwischen 1992 und 1994 am Landestheater Schleswig-Holstein auf der Bühne. Hier spielte er in Stücken wie „Nathans Tod“ (Regie: Hans Häckermann), „Reinecke Fuchs“ (Regie: Rudolf Schmitz) oder „König Lear“ (Regie: Günther Tabor). Zwischen 1993 und 1996 war Christoph Grunert bei den Burgfestspielen Jagsthausen zu sehen. Für seine schauspielerische Leistung in dem Stück „Was ihr Wollt“ (Regie: Ellen Schwiers) wurde Christoph Grunert 1995 mit dem 1. Preis des Kinder- und Jugendtheaterpreis des INTHEGA-Vorstands ausgezeichnet. Sein Talent blieb nicht unentdeckt und so folgten weitere Engagements am Theater und zwischen 1997 und 1999 spielte er regelmäßig an der Volksbühne in Berlin, dem Societaetstheater in Dresden und dem Deutschen Nationaltheater in Weimar.


Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch die ersten Rollenangebote für Film und Fernsehen folgten. 1998 gelang Christoph Grunert dann mit der quotenstarken SAT 1-Actionserie „Heli Cops – Einsatz über Berlin“ der Durchbruch. In einer durchgehenden Rolle begeisterte er das Fernsehpublikum als Mechaniker „Thorwald Fuchs“. 2001 war Christoph Grunert in einer Hauptrolle in dem RTL-Film „Wenn eine Mutter ihr Leben verspielt“ (Regie: Jorgo Papavassiliou) zu sehen. Hierin spielte er an der Seite von Franziska Petri einen Ehemann, dessen Frau sich im Glücksspiel und einer Welt von Glamour, Luxus und Drogen verliert.


2003 zeigte die ARD Friedemann Fromms DDR-Politdrama „Zeit der Rache“. Christoph Grunert gehörte dabei zu einem Cast, der ausschließlich aus Schauspieler: innen aus der ehemaligen DDR bestand. Das ungewöhnliche Vorgehen sollte für Authentizität sorgen und der sensiblen Thematik des Films gerecht werden und stieß bei den Kritiker: innen auf viel Lob.


Auf der Kinoleinwand war Christoph Grunert erstmals 2005 in Joachim Schönfelds Film „White Point California“ zu sehen, mit dem er nur ein Jahr später auch für das Kinodrama „Gegen Morgen“ wieder zusammenarbeitete.


2007 war Christoph Grunert an der Seite von Thomas Sarbacher und Kida Khodr Ramadan in dem Kinofilm „Underdogs“ (Regie: Jan Hinrik Drevs) auf dem Filmfest Hamburg zu sehen.


2013 spielte Christoph Grunert in einer Hauptrolle in dem Psychodrama „Meeresstille“ (Regie: Juliane Fezer). Darin begeisterte er Presse und Publikum in der Rolle des Familienvaters „Johannes“, der bei einem einsamen Familienurlaub am Meer mit vergessenen Erinnerungen und einer verdrängten Vergangenheit konfrontiert wird. 2014 lief „Meeresstille“ bei den Hofer Filmtagen. Im selben Jahr wurde der Film mit dem Hauptpreis als „bester Spielfilm“ auf dem Filmfestival Kitzbühel ausgezeichnet. Auch international sorgte der Film für Begeisterung und 2015 wurde „Meeresstille“ als „Silver Remi Winner“ beim 48. Worldfest Houston International Film Festival ausgezeichnet und lief auf dem Hollywood Film Festival in Los Angeles.


2016 spielte Christoph Grunert in dem Kurzfilm „Unterwasserpapa“ (Regie: Welf Reinhart), der beim 29. Girona Filmfest in der Kategorie „Kinderfilm“ als „bester Film“ und als „Platin Remi Winner“ beim 50. Worldfest Houston International Film Festival ausgezeichnet wurde.


Christoph Grunert lebt in Berlin.

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