Lilli Fichtner

Lilli Fichtner

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Lilli Fichtner

Lilli Fichtner wurde 1993 in Berlin geboren. Ihre erste Bühnenerfahrung sammelte sie bereits im Kindergarten als „Schneewittchen, das den anderen Kindern ihren Text ins Ohr flüsterte“. Es war eine „Kindheit voller Kunst“, erzählt Lilli Fichtner heute. Klavierspiel, Klarinette, Chor, Gesangsunterricht, Theater gehörten zum Alltag und prägten ihre Jugend. Erste Gedichte schrieb sie in diesen jungen Jahren und eigene Songs mit 10 Jahren.


Mit 13 entdeckte Lilli Fichtner den Film – als Lichtdouble in „Der Vorleser“. Ein Jahr später, 2008, spielte sie ihre erste Filmrolle in Michael Hanekes mehrfach ausgezeichnetem Kinowerk „Das weisse Band“, das zahlreichen jungen SchauspielerInnen als Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere diente.


Lilli Fichtner hat seitdem an über 45 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, darunter in verschiedenen Filmen aus der erfolgreichen ARD-Reihe „Tatort“ - als Zeugin, als Mörderin und aktuell als überlebendes Opfer - , in der SAT.1-Erfolgsserie „Danni Lowinski“, wo sie sich mit Annette Frier prügelte, in dem mehrfach ausgezeichneten, zweiteiligen Filmdrama „Gladbeck“, basierend auf wahren Begebenheiten, der ARD-Erfolgsproduktion „Babylon Berlin“, in der sie seit 2016 die „gutmütige Doris, Freundin von Charlotte“ spielt, und in der letzte Staffel in den Mittelpunkt rückt, in dem ZDF-Fernsehfilm „Die Wannseekonferenz“, in dem sie die einzige weibliche Rolle in der Runde führender Köpfe der SS, der NSDAP und der Ministerialbürokratie verkörperte und zuletzt im Kino in „Bärbel Bohley - Tagebuch einer Auflehnung“, die Hauptrolle im Dokumentarspielfilm, zu dem sie auch die Komposition der Filmmusik verantwortete.


Schauspiel studiert hat Lilli Fichtner an der Universität Konrad Wolf Postdam, ihren Bachelorabschluss machte sie 2023 mit Abhandlung über „die Rolle von Schauspielern in der wachsenden Videospiel-Branche“.


Es folgten Theaterengagements unter anderem an den Kammerspielen Hamburg in dem Stück „Die Laborantin“ (Titelrolle), die Hauptrolle in der Bühnenfassung von Maria Schraders „Ich bin dein Mensch“ (Uraufführung) und der ‚Weibliche Bjarne Mädel‘ aka. Tatortreinigerin Schotty in Bühnenadaption der Serie „Tatortreiniger“.


Aktuell hat Lilli Fichtner den Dortmund-Tatort: „Heilung“ abgedreht. Sie spielt die Hauptrolle Sonya, die auf der Flucht vor ihrem ehemaligen Arbeitgeber, dem Chef des Medizin-Startups Healing ist - sie ist überzeugt, er wolle sie umbringen. Sie lebt seit Wochen unterirdisch in den U-Bahn-Tunneln Dortmunds und traut niemandem, bis sie auf Faber trifft. Sie ist psychisch und körperlich völlig am Ende. Ein Dreh ohne doppelten Boden komplett ohne Make-Up! Die Ausstrahlung ist im Herbst 2026.


In der letzten Staffel „Babylon Berlin“, Staffel 5, hat es die gutmütige Doris, die seit Staffel 1 als Nebencharakter dabei ist und Charlotte (Liv Lisa Fries) auf Arbeitssuche und zum Tanzmarathon begleitete, zu etwas gebracht: Sie hat einen Prestigeträchtigen Job im Rundfunkhaus angenommen. Für sie beutetet gute Politik: Mir geht es jetzt gerade gut. Daher ist sie begeistert vom „Aufsteiger“ Adolf Hitler und versucht, ihre Freundin Charlotte für Frauen für Hitler zu begeistern. Ihre Überzeugung beginnt zu wanken, als sie sich in ihren Mitarbeiter verliebt, der ihre politischen Überzeugungen nicht vollkommen zu teilen scheint. Eine Studie über Verführbarkeit und Charakter in politisch unruhigen Zeiten, Ausstrahlung ist ebenfalls im Herbst/Winter 2026.


Und nachdem schon einige ihre Filme zahlreiche Preise gewonnen haben, hat Lilli Fichter 2026 eine Nominierung für den Schauspielpreis 2026 in der Kategorie „Starker Auftritt“ für ihre Rolle der Frau Möller in Wolfgang Beckers „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“. Die Verleihung finden am 11. September 2026 in Berlin statt.


Lilli Fichtner lebt in Hamburg, Berlin und London.

(Stand: 07/2026)

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