Henrike Hahn
Henrike Hahn


![]() Foto: Stefan Klüter/honorarfrei für Public Relations |
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Henrike Hahn
Ein Künstlerleben zwischen Theater, Film und Fernsehen führt die Schauspielerin Henrike Hahn. Vom Theatererfolg „Sophie Scholl – Liebe in Zeiten des Widerstands“, Regie: Jonathan Hutter, über verschiedene Kinofilme wie zum Beispiel „Der letzte Mieter“, Regie: Gregor Erler, bis zur erfolgreichen Fernsehserie „Betty Diagnose“, die Henrike Hahn einem breiten Publikum bekannt machte, bedient die gebürtige Hamburgerin die ganze Bandbreite der Schauspielkunst.
Henrike Hahn wuchs in Hamburg als Tochter eines hanseatischen Vaters und einer katalanischen Mutter auf. Kulturelle Vielfalt wurde in der Familie gelebt und hat sie geprägt, schauspielerische Vorbilder fehlen in der Familie. Nach dem Abitur fängt sie im Thalia Theater in der Requisite an zu arbeiten, erst später entscheidet sie sich zum Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (2009 – 2013). Während des Studiums tritt sie u. a. am Theater Freiburg und am Badensichen Staatstheater Karlsruhe in diversen Inszenierungen auf und sammelt Erfahrungen. Es folgten Engagements am Deutschen Theater Göttingen, am Nationaltheater Mannheim, am Volkstheater München, am Staatstheater Kassel und am Schauspiel Essen.
Seit 2016 steht Henrike Hahn auch vermehrt vor der Kamera – in Episodenhauptrollen in reichweitenstarken TV-Programmen von „Nord Nord Mord“, „Helen Dorn“, der bekannten SOKO-Reihe oder in der ZDFneo Comedyserie "Vierwändplus". Sie dreht mit namhaften RegisseurenInnen wie Thomas Berger, Peter Gersina, Lars Becker, Josef Rusnak und Marcus O. Rosenmüller.
2023 entscheidet sie sich die Titelrolle der bekannten Krankenhausserie „Betty Diagnose“ zu spielen.
„Ich bekam eine Casting-Einladung, ganz klassisch“, erzählt Henrike Hahn. Das Casting hat Spaß gemacht, die Rolle passte. „Stationsleiterin Betty ist eine Frau, die gerne die Ärmel hochkrempelt und zupackt. Das hat mit gleich gefallen. Außerdem inspiriert sie mich tagtäglich wieder neu, weil sie so eine schöne Energie hat. In der heutigen Zeit ist es wunderbar, eine Figur spielen zu dürfen, die Mut macht und sich nicht scheut, Zuversicht ins Leben zu tragen.“
Für Henrike Hahn ist die Rolle eine große Herausforderung, sie spürt die Verantwortung, die so ein Format mit sich bringt. „Ich versuche in jeder Folge, die Menschen mitzunehmen und – neben der Unterhaltung – auch Werte wie Verantwortung, Mitgefühl und soziale Kompetenz für sich und die Gesellschaft zu vermitteln. Das ist im Produktionsalltag nicht immer einfach. Mir aber sehr wichtig.“
Neben dem Drehen widmet sich Henrike Hahn nach wie vor der Theaterarbeit. Und sie entwickelte den Audiowalk "Traces of a City". Es ist ein Spaziergang durch Berlin auf den Spuren des jüdischen Widerstandskämpfers Herbert Baum.
„Zu dem Thema kam ich über das Theaterstück „Sophie Scholl – Liebe in Zeiten des Widerstands“. Sophie Scholl, Stauffenberg - das sind die Klassiker, die in unserer Erinnerungskultur sehr viel Raum einnehmen, gerade heute verstärkt. Ich kenne den Stadtteil, in dem der Audiowalk stattfindet, sehr gut. Ich fand es absurd, dass man auf diesen Wegen so oft wandelt und seine eigene Geschichte schreibt und von den Ereignissen, die diese Straßen und Wände auch gesehen haben, gar nichts kannte, obwohl es da auch mal einen Stolperstein oder eine Erklärtafel gab. Das ist wie eine noch unerzählte Geschichte, die ich öffentlich machen wollte.“
Aktuell hat sie eine Gastrolle in der ZDF-Krimireihe „Friesland“ abgedreht. Eine schöne Erfahrung, denn „in 90 Minuten kann man dramaturgisch andere Geschichten erzählen. Das hat großen Spaß gemacht“.
Henrike Hahn lebt mit ihrer Familie in Berlin.
(Stand: 08/2026)



